Kampf gegen Fake-Bewertungen: Warum Holidaycheck streng durchgreift
Holidaycheck zählt zu den bekanntesten Plattformen für Hotelbewertungen und zieht Millionen von Reisenden an, die sich auf authentische Gästemeinungen verlassen. Doch gefälschte Bewertungen bedrohen nicht nur das Vertrauen der Nutzer, sondern auch das gesamte Geschäftsmodell.
Gefälschte Hotelbewertungen – ein lukratives Geschäft
Positive Bewertungen haben einen enormen Einfluss auf Buchungsentscheidungen: Studien zeigen, dass bei drei von vier Käufen Rezensionen den entscheidenden Ausschlag geben. Kein Wunder also, dass gekaufte Bewertungen ein lukrativer Markt sind. Professionelle Anbieter wie „Fivestar Marketing“ verkaufen massenhaft Fake-Bewertungen für zahlreiche Plattformen – mit ständig wechselndem Firmensitz, um rechtlichen Konsequenzen zu entgehen.
Trotz gewonnener Prozesse gegen solche Anbieter bleibt das Problem bestehen, berichtet Holidaycheck-Manager Georg Ziegler. Er spricht von einem „Katz-und-Maus-Spiel“, das den Kampf gegen Bewertungsbetrug enorm erschwert.
Holidaycheck fordert: Bewertungsbetrug muss strafbar werden
Zwar wird der Bewertungsbetrug Ende Mai in das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb aufgenommen, doch das reicht laut Ziegler nicht aus. Solange Verstöße nur zivilrechtlich verfolgt werden, bleiben die Konsequenzen gering. Er fordert daher, dass organisierte Bewertungsfälschung strafrechtlich verfolgt wird – ähnlich wie Betrug in der analogen Welt. Nur so könnten abschreckende Strafen für Fake-Bewertungen geschaffen werden.
Kritiker argumentieren, dass der wirtschaftliche Schaden durch gefälschte Rezensionen schwer zu beziffern sei. Ziegler hält dagegen: Die manipulierten Bewertungen verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe.
Amazon löscht jährlich Millionen Fake-Bewertungen
Dass Fake-Bewertungen ein massives Problem sind, zeigen Zahlen von Amazon: Der Online-Riese entfernte allein im Jahr 2020 über 200 Millionen gefälschte Bewertungen. Ein ausgeklügelter Algorithmus mit Künstlicher Intelligenz filtert verdächtige Rezensionen heraus, doch auch die Fälscher nutzen immer raffiniertere KI-Techniken.
Laut Sebastian Hallensleben vom Elektrotechnikverband VDE sind Fake-Bewertungen längst nicht mehr nur von Menschen erstellt: Seit 2015 produzieren Bots massenhaft gefälschte Rezensionen, die kaum noch von echten Bewertungen zu unterscheiden sind.
Wie sich Reisende vor Fake-Bewertungen schützen können
Holidaycheck setzt auf verschiedene Maßnahmen, um Fake-Bewertungen zu identifizieren – darunter rote Warnhinweise und Kennzeichnungen auffälliger Hotels. Komplett aus dem Sortiment nimmt die Plattform solche Unterkünfte jedoch nicht.
Für Reisende gilt daher:
✅ Kritisch hinterfragen, ob eine Bewertung authentisch klingt
✅ Auf auffällig viele ähnliche Formulierungen achten
✅ Bewertungen auf mehreren Plattformen vergleichen
Der Kampf gegen Fake-Bewertungen wird immer anspruchsvoller – und dennoch bleibt Vertrauen die wichtigste Währung im digitalen Reisemarkt.
Quelle: Reise vor9 Zum Artikel
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