+49 (0) 5507 - 919 818-0
Ihr Reisekoffer
.

UNSER KATALOG

Zum Blätterkatalog

oder bestellen Sie unsere aktuellen Kataloge

FAQ / HILFE

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und die dazugehörigen Antworten.

Bewertungen zu Aqua Active Agency

Zurück

Nördliche Wracks

Diese einwöchige Safari startet und endet in Hurghada.

Für die Teilnahme an einer Wracksafari sind ausreichend Taucherfahrung Voraussetzung.

Eine Garantie auf den Routenverlauf kann nicht gegeben werden. Das Anfahren der verschiedenen Plätze ist abhängig von den Wetterverhältnissen (raue See) und dem Können und Wünschen der Taucher. Diese Routenbeschreibung ist allgemein gehalten, es kann bei den verschiedenen Schiffen zu Abweichungen der Safarirouten kommen.
Nördliche Wracks

Tauchplätze Nördliche Wracks

Carina Wreck
Der Dampfsegler aus dem 19. Jahrhundert befand sich auf dem Weg nach Kalkutta. Seine Fracht bestand unter anderem aus belgischen Glaswaren. Vom Suezkanal her kommend, brach in Höhe von Sha’ab Ali an Bord ein Feuer aus und ließ das Schiff ins Flachwasser am Nordostrand des Riffs nördlich von Shag Rock steuern. Über ein großes Gebiet verteilt, liegen in geringer Tiefe die Trümmer der “Carina”. Bug und Heck in einer Tiefe von 6 bis 14 m sind noch gut erhalten. Zwischen dicht stehenden Korallen und der Unterwasserfauna sind Teile der Ladung, wie bemalte Glasscherben und Trinkgefässe auffindbar. Wahrscheinlich hat das Wachstum des Riffs im Laufe der Zeit weitere Teile der Ladung unter sich begraben. Aufgrund der wellen- und strömungsbeeinflussten Lage ist Tauchen hier nur gelegentlich möglich.
Carnatic Wreck
Der Passagierdampfer der Transportreederei P & O wurde 1862 in London gebaut. Die elegante Holzkonstruktion mit Eisenrumpf maß 90 m an Länge. Im September des Jahres 1869 stach die “Carnatic” mit 210 Passagieren und Besatzungsmitgliedern in See. Sie transportierte außerdem Baumwollballen, Kupferblechplatten, Postsendungen aus dem Königreich und Goldmünzen im Wert von 40.000 Sterling in Richtung Bombay. Der Kapitän persönlich steuerte das Schiff durch die lange schmale Zone im riskanten Golf von Suez. Bei klarer Nacht waren Festland und Inseln gut sichtbar. Die Insel von Shadwan lag voraus. Nur kurze Zeit später wurden Wellenbrecher an Steuerbord gesichtet. Doch zu spät, die  “Carnatic” lief auf das Riff von Abu Nuhas auf. Das Schiff klemmte förmlich fest in den Korallen. Wenig Wasser drang ein und das Schiff hielt seine Position. Mit der festen Überzeugung am folgenden Tag von vorbeifahrenden Schiffen gerettet zu werden, entschied der Kapitän, jedermann solle an Bord verbleiben. Seine Hoffnungen waren falsch; nicht eines tauchte auf. Der Kapitän entschied eine weitere Nacht an Bord zu verbringen.
Die zunehmenden Zerstörungen an der Stahlhülle durch das Korallenriff waren falsch eingeschätzt worden, unbemerkt verlor der Kiel langsam aber stetig an Stabilität. Die eingedrungenen Wassermassen überfluteten die ersten Laderäume. Der Strom fiel aus und alle Lichter erloschen. Am Morgen änderten sich die Seebedingungen und Wassermassen fluteten den Schiffskörper immer rascher. Den Verlust seines Schiffes vor Augen, wies der Kapitän die Passagiere endlich an, in die Rettungsboote einzusteigen. Gerade als die ersten Boote zu Wasser gelassen wurden, brach die “Carnatic”, plötzlich und ohne jede Vorwarnung, in zwei Teile. Der hintere Teil mit dem Achterdeck sank sofort. Der im Riff steckende Bug fiel seitlich weg und rutschte auf seiner Backbordseite am Riff hinunter. Fast jeden der noch an Bord befindlichen Personen riss es ins Meer. Nach und nach wurden Überlebende in die Rettungsboote aufgenommen und alles, was nützlich erschien, wurde eingesammelt. Die Überlebenden ruderten zur Insel Shadwan. Am nächsten Tag kam die Rettung, ein Schiff brachte alle überlebenden Passagiere und Crewmitglieder nach Suez. Beim Untergang der "Carnatic" ließen 31 Menschen ihr Leben. Einen Monat nach der Katastrophe wurden die Goldmünzen bei einer Bergungsaktion sichergestellt. Bis heute wird aber immer wieder von einem noch nicht gefundenen Schatz berichtet.
Die jetzige Lage der “Carnatic” ist parallel zum Riff. Größtenteils gut erhalten ruhen das Heck auf 26 m, der Bug 18 bis 20 m tief. An der Bruchstelle im Mittelteil sind Maschinenraum und Laderäume fast vollständig zerstört. Die “Carnatic” bietet, ungleich den anderen aus Stahl gefertigten Wracks dieser Gegend, Korallen aller Art den besten Halt, gut erkennbar an der festen Kruste aus Hart- und Weichkorallen. Die hölzernen Decks und deren Planken sind längst verrottet. Tauchern erschließt sich hierdurch der Zugang zu den verschiedenen Decks, obwohl man gut aufpassen sollte, Schrott und jede Menge angerostete, scharfkantige Metallteile liegen überall verstreut. Interessant anzuschauen ist eine Reihe aus sieben quadratischen Fenstern am Heck. Unterhalb befinden sich das gewaltige Ruder und der aus drei riesigen Flügeln bestehende Propeller. An Bug und Heck wurden zu beiden Seiten gesunkene Rettungsboote gefunden. Unter Trümmern befinden sind Möbelteile und sogar unversehrte Wein- und Wasserflaschen. Das Wrack ist mit Hartkorallen, prächtigen Weichkorallen und Krustenschwämmen überzogen. Groß ist der Reichtum an Fischarten, darunter Meeresbarsche und Rotfeuerfische.
Chrisoula K. Wreck
Die Geschichte des Wracks der "Chrisoula K." ist äußerst verwirrend. Sie wurde mehrmals mit anderen Wracks verwechselt und mit ebenso vielen anderen Namen bedacht.  Versuchen wir Licht ins Dunkel zu bringen: 1954 wurde das als “Dora Oldendorf” getaufte 98 m lange Schiff gebaut, 1970 in “Anna B.” umbenannt und 1979 erhielt es seinen letzten Namen "Chrisoula K." Am Bootsrumpf kann man noch einen Teil des Taufnamens – Olden...... - erkennen. Der Grund für weitere Verwirrung, man glaubte es handele sich somit um das Wrack der "Olden". Ein Fehler, denn die Tatsache, dass die "Chrisoula K." ein Schiff mit 3.720 BRT war, während die “Olden” (mehr Info weiter unten im Text) mit 27.288 BRT wesentlich größer war, wurde außer Acht gelassen. Nachdem der Name häufigerer Verwechslung unterlag, wenn es um die Bestimmung des Wracks ging, schien es mit der Fracht der "Chrisoula K." nicht viel anders zu sein. Man glaubte nach dem Fund der Fracht  aus Fliesen dieses Wrack sei  die “Marcus”,  und die "Olden" sei das andere Wrack in unmittelbarer Nähe der "Chrisoula K." 
Die "Chrisoula K." transportierte italienische Bodenfliesen. Der Kapitän persönlich übernahm das Steuer in der schmalen Fahrrinne des Golf von Suez bis zum Erreichen der Strasse von Gubal. Mehr als zwei Tage verbrachte er auf dem Steuerstand der Brücke, bevor er die Kontrolle des Schiffes am 31. August 1981 übergab. Wenige Zeit später, die Maschinen mit voller Kraft voraus, rammte die "Chrisoula K." die Nordostseite von Sha’ab Abu Nuhas. Das Schiff erlitt einen Totalschaden und sank.
Am abschüssigen Riff liegt die "Chrisoula K." auf ihrer Steuerbordseite. Der Hauptteil des Rumpfes steht ziemlich aufrecht. Die Ladung ist immer noch an Ort und Stelle. In gutem Zustand befinden sich Propeller und Ruder auf 28 m, beide mit riesigen Ausmaßen. Der Maschinenraum ist noch zugänglich, muss aber mit größter Achtsamkeit betaucht werden, da das tiefe Innere des Hecks zunehmend instabil wird. Wracktaucherfahrung ähnlicher Art ist absolute Voraussetzung, genauso wie das Mitführen von mindestens zwei Tauchlampen, besser ist es jedoch von diesem Einstieg abzusehen. Die Alternative bietet der Besuch eines von zwei Laderäumen. Dort liegt ein Teil der Fracht der ordentlich gebündelten Fliesenpakete. Der Schiffsaufbau ist fast gänzlich vernichtet, bietet daher einfache Passagen bei guten Lichtverhältnissen. Neben den leicht schief stehenden Decks, ragt der hintere Mast parallel zum Meeresgrund ins Wasser. Die Decks haben einen durchgängigen Korallenbelag, die übrigen Wracksektionen sind mit Krustenschwämmen und bunten Weichkorallen bewachsen. Gigantische Muränen verstecken sich in den weit verstreut liegenden Trümmerresten, Fledermausfische ziehen oberhalb ihre Kreise. Richten Sie Ihren Blick auch auf den interessanten Bereich zwischen Wrack und Riffostwand.
Dunraven
Das Dampfsegelschiff transportierte Hölzer und Gewürze von Bombay nach Newcastle, als es im März 1876 am Südende des Shaab Machmud auf die Riffkante lief und sank. Der Rumpf ist in 2 Teile zerbrochen und liegt mit dem Kiel nach oben. Der tiefste Punkt, das Heck, liegt in 28 m Tiefe. Hier kann man die mit Weichkorallen überwucherte Schraube sowie das Ruder bewundern. Innerhalb des Wracks trifft man auf tausende von Glasfischen.
  • Dunraven
Giannis D Wreck
Am Grunde der Nordwestspitze von Sha’ab Abu Nuhas ruht die bekannte “Giannis D.” Ursprünglich als “Shoyo Maru” vom Stapel gelaufen, trug sie zwischenzeitlich auch die Namen “Dana” und “Markos”. Holzbeladen startete der 100 m lange griechische Frachter vom kroatischen Hafen Rijeka mit Kurs auf Saudi-Arabien. Das Schiff lief am 19. April 1983 mit voller Kraft voraus in die nordwestlichen Klippen des Riffs und zerbrach beim gewaltigen Aufprall.
In zwei Teile zerbrochen liegt das Wrack parallel zum Hauptriff in 27 m Tiefe. Der zerstörte Mittelteil besteht nur noch aus Metallschrott. Der Bug liegt zur Seite geneigt festgehalten durch seinen Anker im Riff. Die emporragenden Masten reichen von der Brücke bis auf 4 m unter die Meeresoberfläche. Am riesigen Schlot ist das “D” noch lesbar. Die geräumige Brücke in nur 10 m Tiefe verfügt über sehr gute Lichtverhältnisse. Zahlreiche weite Öffnungen ermöglichen es selbst Wracktauch-Neulingen den Innenbereich zu betauchen. Leichten Zutritt ermöglichen die Brücke, der Maschinenraum mit seinen Glasfischen und die Korridore. Das monströse Heck ist noch intakt und lädt zur Erkundung ein. Im zerstörten Innenraum des Schiffsrumpfes siedeln riesige Zackenbarsche. Bleiben Sie auf Distanz zu Feuer- und Skorpionfischen. Trevallies schwimmen über den Wrackteilen. Haie und Adlerrochen können hier manchmal im Blau des Meeres angetroffen werden. See- und Wetterbedingungen verursachen am Wrack oft starke Strömungen und müssen unbedingt Beachtung finden.
  • Giannis D Wreck
Kingston Wreck
In der Nähe von Sha’ab Ali strandete am 22. Februar 1881 die 78 m lange “Kingston” am Nordrand des Riffes von Shag Rock. Das 1871 gebaute britische Transportschiff war mit Kohle beladen und befand sich auf dem Weg nach Jemen. Auch bekannt als “Sara H.”, nach dem Namen der Ehefrau eines Kapitäns, steckt das Wrack auf 17 m Tiefe in gerader Stellung mit zerschlagenem Bug ruhig im prächtigen Riff. Noch immer ist es gut erhalten, weil das Gewicht der Ladung auch bei starker Strömung für Stabilität sorgt.
Betauchen Sie zuerst das Heck mit intaktem Propeller und Ruder auf 17 m und schwimmen dann oberhalb weiter ins Wrackinnere. Die verrotteten Decks machen den Einstieg leicht. Übrig geblieben sind nur ein paar Balken und Metallkonstruktionen. Die weite Öffnung bildet das zu Hause von Doktor- und Glasfischen, Fahnenbarsche suchen Schutz vor dem Sog der Strömung. Die beherrschenden Farben des Hartkorallenbewuchses sind pink, grün, rot und blau. Der mittlere Bereich der “Kingston” ist zerstört und der vordere Bereich besteht nur noch aus Trümmern. Die zwei Masten liegen längsseits und zeigen in Riffrichtung, wo man Süßlippen, Schnapper, Füsiliere und Thunfische antreffen kann. Begegnungen mit ansässigen Delphinen sind hier nicht unüblich.
  • Kingston Wreck
Kormoran (Zingara)
Das Schiff lief unter dem Namen "Kormoran" 1963 in der Rostocker Warnow-Werft vom Stapel. Später wurde es umbenannt in "Adamastos" bis es ein neuer Eigner im Jahre 1980 in “Zingara” umtaufte. Im August 1984 lief die “Kormoran”, beladen mit Kontainern voller Phosphat, in Aqaba aus. Die Ursache für den Untergang war ein Navigationsfehler und ließ den Frachter am Riff vor der Insel Tiran auflaufen. In kurzer Entfernung vom Leuchtturm der Nordlagune liegt das Schiff in nur 8 m Tiefe. Sein Heck ragt teilweise aus dem Meer und erleichtert somit die Ortung. Der Tauchgang kann nur bei ruhiger See erfolgen, starker Wellengang schränkt die Sichtverhältnisse erheblich ein oder macht das Tauchen sogar unmöglich.
Die 82 m lange “Kormoran” erlitt beim Auflaufen einen gewaltigen Schlag und büßte fast den gesamten Bug ein. Zwei riesige Öffnungen klaffen an der linken Seite und zerstörten den Überbau des Schiffes auf irreparable Weise. Das Heck, der Propeller, der Motor, das Ruder und die Winde sind noch relativ gut erhalten. Ein Teil des Namens ist am Bug noch lesbar. Üblicherweise sind die Seebedingungen am Nachmittag am besten geeignet für einen Tauchgang  wenn die Sonne in einem günstigen Winkel zum Wrack steht.
Marcus Wreck
Die “Marcus” war auf dem Weg nach Saudi-Arabien. Während eines Sturmes im Mai 1978 ereilte sie ein Schaden an der Steuerung und driftete ins Riff von Abu Nuhas. Die Ladung bestand, wie die der “Chrisoula K.”, aus italienischen Fliesen und Granitplatten. Durch die Masse der Last verkeilte das Schiff sich so fest im Riff, dass eine Bergung unmöglich war, brach aber nie völlig auseinander. Neuere Aufzeichnungen von P. Collins im Jahre 2002 bestätigen, dass sich noch Reste des Bugs auf der flachen Riffoberseite befinden. Die Steuerbord-Ankerkette ist noch sichtbar. Das Wrack selbst steht aufrecht im abschüssigen Riff. Im Gegensatz zur “Chrisoula K.” ist es, trotz eingestürzter Brücke, in noch relativ gutem Zustand. Hier kann man überall unbehindert entlang tauchen. Bei 27 m liegt des Heck mit noch komplettem Propeller auf der Steuerbordseite. Hartkorallen bedecken die Außenhülle und ein riesiger Zackenbarsch, der Wächter des Wracks, kann hier häufig angetroffen werden.
Rosalie Moller Wreck
Gebaut in Glasgow zu Beginn des letzten Jahrhunderts, hatte die “Rosalie Moller” Kohle von England in Richtung Alexandria zu transportieren. Deutsche Fliegerbomber trafen sie am 8. Oktober 1941, gerade einmal zwei Tage nach ihrem Triumph bei der Versenkung der  “Thistlegorm”. Die “Rosalie Moller” lag bei ihrem Beschuss ebenfalls vor Anker. Zwei Menschen ließen ihr Leben als sie in den Tiefen des Meeres verschwand. Auf sandigem teils schlammigem Untergrund steckt ihr Bug tief im Sand. Das erste, was man auf 22 m erblickt, ist der Vordermast mit seinem Krähennest. Die Decks liegen bei 35 m, der intakte Propeller bei 48 m. Der Kette des Steuerbordanker fällt hinab auf 50 m, während der Anker nicht zu sehen ist. Der Tauchgang ist tief, die Grundzeit sehr kurz und die Sicht entsprechend spärlich. Der Tauchplatz liegt vor der Insel von Gubal und ist extrem wind-, wellen- und strömungsabhängig. Dieser Tauchgang ist nur für absolut erfahrene Taucher geeignet und erfordert besondere Ausbildung und Taucherfahrung unter vergleichbaren Bedingungen.
Shaab Abu Nuhas
Der Golf von Suez birgt durch riesige Riffplatten dicht unterhalb der Wasseroberfläche enorme Navigationsrisiken für den Schiffsverkehr im Norden des Roten Meeres. Aus der Distanz kaum erkennbar liegt das Riff von Abu Nuhas am Rande der Hauptschieffahrtslinie in der Strasse von Gubal. Für Schiffe von Suez kommend bildet Sha’ab Abu Nuhas von jeher das letzte große Hindernis vor der Einfahrt in die offene See des Roten Meeres. Viele scheiterten hier und trugen so zur Entstehung des Schiffsfriedhofs aus älteren und neueren Wracks bei. Wrackliebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Die meisten Schiffe befinden sich an der Riffnordseite auf sandigem Untergrund mit steil abfallenden Flächen auf denen sich Tischkorallen ausbreiten. Die stark durch Wind und Wellen heimgesuchte Region trägt den Namen des ältesten hier verunglückten Schiffes, das Kupfer transportierte (Kupfer = Nuhas auf Arabisch). Abu Nuhas wird auch “das Riff der sieben Tode” genannt.
  • Shaab Abu Nuhas
Thistlegorm
Das mit Abstand berühmteste Wrack im Roten Meer ist die Blaue Distel - “Thistlegorm”. Der 127 m lange bewaffnete Superfrachter wurde 1940 in Sunderland/England fertig gestellt. Es war eines mehrerer Schwesternschiffe und im Besitz der Reederei Albyn Line. Auf ihrer letzten Reise war sie Mitglied eines Schiffskonvois, der Nachschub für die in Nordafrika kämpfenden britischen Truppen im Zweiten Weltkrieg geladen hatte. Bereits seit zwei Wochen ankerte das Schiff an der Position "Safe Anchorage F" am Sha'ab Ali und wartete auf weitere Instruktionen, bevor es in der Nacht des 6. Oktober 1941 von deutschen Heinkel-Fliegerbombern unter Beschuss genommen wurde. Es bestehen Vermutungen, dass das Ziel der Deutschen ursprünglich die “Queen Mary” war. Zwei Bomben zerstörten die Brücke und drangen bis zum vierten Laderaum ein. In Folge kam es zur Explosion der geladenen Munition, die das Schiff nahezu in zwei Teile bersten liess und führte sein rasches Sinken herbei. Die Überlebenden fanden Rettung auf der “HMS Carlisle” und wurden nach Suez gebracht. 4 von 39 Crewmitgliedern und 5 der 9 Royal Navy Offiziere fanden den Tod  - die “Thistlegorm” wurde zum Kriegsfriedhof.
Die Entdeckung des Wracks durch Jacques Cousteau im Jahre 1956 war eine Sensation, doch der Tauchveteran hüllte sich in Schweigen über dessen genaue Fundstätte. Es vergingen mehr als drei Dekaden bis im Jahre 1992 eine Gruppe von Tauchern das Wrack erneut fand. Es liegt in aufrechter Position auf 33 m am Grunde des Meeres. Seine enormen Ausmaße von 127 m Länge und 18 m Breite sind ohne jeden Zweifel eindrucksvoll. Seine Fracht bestand aus Landminen, Granaten, Munition und Sprengstoff, Waffen, Bedford-Lastkraftwagen, gepanzerten Fahrzeugen, Geschützen, BSA-Motorrädern, Anhängern, Fahrzeugersatzteilen, Flugzeugen und Flugzeugtragflächen, Funkgeräten, Gummistiefeln und jeder Menge anderer Dinge. Um die größtmögliche Quantität an Bord unterzubringen, kamen die Motorräder auf die Ladeflächen der LKW´s, zwei Lokomotiven mit Tender und Wasserbehälter fanden Platz auf dem Deck.
Das künstlich entstandene Riff ist Heimat vieler Meeresbewohner und Schwarmfische. Die “Thistlegorm” ruht mit aufrechtem Kiel fest im Meeresboden. Trotz der großen Verwüstung Achtern sind der mittlere Abschnitt sowie die Laderäume 1 und 2 unbeschadet. Es gibt soviel zu entdecken. Planen Sie mindestens 2 Tauchgänge. Den besten Überblick verschafft man sich zuerst außerhalb des Wracks. Beim zweiten Abstieg tauchen Sie in den Schiffskörper. Durch seine exponierte Lage herrscht überwiegend Strömung, die manchmal auch stark, entweder vom Bug zum Heck oder umgekehrt verläuft und zudem die Sicht beeinflusst. Ob hier getaucht werden kann, ist stark wetter- und seeabhängig. Verfolgen Sie das Briefing aufmerksam und halten Sie sich unbedingt an die Tauchgangsplanung. Als eines der weltberühmten und meist betuchtesten Wracks ist seine Attraktivität so groß, dass hier mehrere Tagestauchboote festmachen. Auf einer Tauchsafari kann man diesem Trubel aber leicht entgehen. Sie tauchen hier morgens bevor die anderen kommen, oder am frühen Nachmittag nach deren Abfahrt. Die Tauchgänge an der “Thistlegorm” sollten Sie nicht verpassen!
  • Thistlegorm
zurück

Kontakt:

Aqua Active Agency
Marion Goldmann
Eichsfeldstr. 46
37136 Seeburg
 
Tel.: (0049) (0) 5507 - 919903
Fax: (0049) (0) 5507 - 915834
 
Copyright 2016 Aqua Active Agency. Alle Rechte vorbehalten.